Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

"Kinder verdienen es, glücklich zu sein"

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28.07.2017 Übergabe der Ehrenamtskarte an Pflegeeltern aus dem Landkreis Straubing-Bogen

Da halfen dem Landrat, seiner Stellvertreterin und den beiden Stellvertretern die gesamten Charme-Offensiven nicht viel. Für Kinder ist im großen Sitzungssaal des Landratsamtes eben vieles interessanter als die Politiker – Mikrofone, Monitore, Stühle, die vom Jugendamt mit Unterstützung der KoKi aufgebaute Spielecke. Und so war die Übergabe der Ehrenamtskarte an Pflegeeltern des Landkreises Straubing-Bogen eine erfrischend andere Veranstaltung, die ihrerseits aber viel Charme hatte.

Denn die Redner – neben Landrat Josef Laumer noch die beiden Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier und Hans Ritt – hielten sich erfreulich kurz, brachten es dabei aber prägnant auf den Punkt. „Kinder verdienen es, glücklich zu sein“, macht Josef Laumer deutlich und Hans Ritt zitierte Novalis: „Dort wo Kinder sind, ist ein Goldenes Zeitalter.“ Ähnlich äußerte sich auch Josef Zellmeier: „Ohne Ihre Tätigkeit wären viele Kinder nicht so glücklich. Sie üben kein gewöhnliches Ehrenamt aus.“ Und eben weil dies so ist, hat das Bayerische Sozialministerium, von dem die Ehrenamtskarte, die bayernweit gültig ist, eingeführt wurde, auch beschlossen, die Anforderungen für die Ehrenamtskarte auch auf die verdienstvolle Tätigkeit der Pflegeeltern auszuweiten, auch wenn dies kein Ehrenamt im klassischenSinne ist. „Sie schenken den Kindern ein behütetes Zuhause, sie begleiten liebevoll, geben den kleinen Kindern Wurzeln und den größeren Kindern die so wichtigen Flügel, um in eine gute Zukunft fliegen zu können. Für diese anerkennenswerte Aufgabe, die sie für unsere Gesellschaft, teilweise bereits seit vielen Jahren leisten, sage ich Ihnen allen, liebe Pflegeeltern, auch im Namen der vielen anwesenden Bürgermeister, ein ganz aufrichtiges Vergelt’Gott“, so Landrat Laumer.

Bei der Ehrenamtskarte, die in ganz Bayern eingesetzt werden kann, wird zwischen der blauen und der goldenen Karte unterschieden. Die blaue Ehrenamtskarte erhält man für zwei Jahre bürgerschaftliches Engagement mit einer gewissen Stundenzahl, sie gilt drei Jahre und muss dann neu beantragt werden. Die goldene Ehrenamtskarte gibt es für 25-jährige Tätigkeit und sie ist unbegrenzt lange gültig. Bei 61 Akzeptanzpartnern im Landkreis Straubing-Bogen erhält man mit der Ehrenamtskarte kleine Vergünstigungen (Liste einsehbar auf der Landkreis-Homepage www.landkreis-straubing-bogen.de unter der Rubrik Kultur, Bildung, Sport und Soziales). Zusätzliche Informationen zur Ehrenamtskarte und weitere Akzeptanzpartner in ganz Bayern findet man unter www.ehrenamtskarte.bayern.de .

Dank der Unterstützung einiger Partner konnte für die Pflegekinder bei der Ehrenamtskarten-Übergabe auch noch eine kleine Tombola veranstaltet werden, die natürlich großen Anklang fand. Und bei der Ziehung der Hauptpreise, zweimal zwei Eintrittskarten für den Europapark in Rust, hatte dann auch die Charme-Offensive  des Landrats endlich Erfolg. Schon scharrten sich die Kinder um ihn, denn mit Eintrittskarten für einen Freizeitpark in der Hand, ist natürlich auch der Landkreis-Chef gleich viel interessanter. „Es war ein sehr schöner Abend und ein wunderbar buntes Bild mit den vielen Kindern im Landratsamt“, zog Josef Laumer ein zufriedenes Fazit und lud zum anschließenden gemütlichen Beisammensein in die Landkreis-Kantine ein.

Sollte das Interesse geweckt sein, als Pflegeeltern tätig zu werden, informieren Sie sich bitte beim Pflegekinderdienst des Landratsamtes Straubing-Bogen (Frau Veronika Himmelstoß, Frau Lisa Götz-Irrgang und Frau Tanja Preitenwieser, Tel. 09421/973-206). Fragen zur Bayer. Ehrenamtskarte beantwortet gerne Frau Gertraud Seifert, Tel. 09421/973-380.

Foto: Die Pflegeeltern bei der Übergabe der Ehrenamtskarte gemeinsam mit den Vertretern ihrer Gemeinde, Landrat Josef Laumer, Stellvertretender Landrätin Barbara Unger, den Stellvertretenden Landräten Franz-Xaver Eckl und Franz-Xaver Stierstorfer und den Landtagsabgeordneten Hans Ritt und Josef Zellmeier.

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