Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Eine Tätigkeit mit Perspektive

17.11.2017 Positive Fazit der Informationsveranstaltung für Tagespflegepersonen

Tagespflegepersonen gestalten die Zukunft. „Diese Tätigkeit hat und bietet Perspektive und hat sich in den vergangenen Jahren ständig weiterentwickelt“, macht Gerlinde Gietl vom Amt für Jugend und Familie am Landratsamt Straubing-Bogen deutlich. „Kinder zu betreuen ist eine gleichsam schöne wie auch verantwortungsvolle Aufgabe.“ Deshalb veranstaltet die Tagespflegevermittlungsstelle des Landkreises auch regelmäßige Treffen mit den im Landkreis tätigen Tagespflegepersonen.

Beim jüngsten Treffen standen neben Ehrungen und der Vorstellung neuer Tagespflegepersonen die Themen „Sicherer und gesunder Baby- und Kleinkinderschlaf“ sowie Erläuterungen zur rechtlichen Situation im Mittelpunkt. „Ihre Tätigkeit ist äußerst wichtig. Sie bieten Kindern eine familiäre Heimat“, so Landrat Josef Laumer, der der Veranstaltung beiwohnte. „Ich kann Ihnen versichern, dass Ihre Arbeit auch vom Kreistag sehr geschätzt wird.“

Ausgezeichnet für zehnjährige Tätigkeit als Tagesmutter wurden Michaela Aich aus Pilgramsberg, Martina Amann aus Stallwang, Carola Dengler aus Rattiszell, Sandra Dörfler aus Straßkirchen und Susanne Hirtreiter-Krey aus Straßkirchen. Erfreulicherweise konnten im Anschluss vier neue Tagesmütter vorgestellt werden. Damit stehen nun insgesamt 26 Tagespflegepersonen im Landkreis zur Verfügung. „Es wäre schön, wenn wir noch die ein oder andere weitere Person zusätzlich finden würden“, hofft der Landrat.

In ihrem Vortrag über den sicheren und gesunden Baby- und Kinderschlaf ging Rosi Rinkl (Koordinierende Kinderschutzstelle) zunächst auf die Schlafphasen beim Baby ein. 14 Stunden beträgt die durchschnittliche Schlafdauer von Kindern bis zum zweiten Geburtstag. „Der Mittagsschlaf ist sehr wichtig für die kindliche Entwicklung“, machte die Referentin deutlich. Praktische Tipps, um den Babyschlaf zu unterstützen sollten den anwesenden Tagespflegepersonen eine Hilfestellung für den täglichen Umgang mit Kleinkindern geben. Einen breiten Punkt nahm auch der „Plötzliche Kindstod (SIDS)“ ein. Rosi Rinkl ging auf Hintergründe ein und vermittelte auch einen Eindruck, wie man Risikofaktoren minimieren und mögliche kritische Situationen erkennen kann. „Als Hauptrisikofaktoren für das Baby werden das Passiv-Rauchen und die Überhitzung des Kindes gesehen“, erläuterte sie. Erfreulich ist, dass der Plötzliche Kindstod in den vergangenen Jahren in Deutschland stark abgenommen hat. Bei der jüngsten statistischen Erhebung waren 0,016 Prozent der im Jahresverlauf geborenen Säuglinge davon betroffen. „Dank Prävention ist diese Zahl in den vergangenen 20 Jahren um 90 Prozent gesunken“, erklärte Rinkl. „Es gibt seit Jahren eine öffentliche Kampagne, in deren Rahmen zum Beispiel schon in den Geburts-Kliniken ein Babyschlafsack an Eltern ausgehändigt wird.“ 

Oberregierungsrätin Stefanie Aumer stellte im Anschluss einige Erläuterungen zur rechtlichen Situation dar. Die Aufsichtspflicht und die zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen standen dabei im Mittelpunkt. Denn Abschluss bildeten Erläuterungen von Teresa Beck vom Amt für Jugend und Familie. Dabei ging es unter anderem um die neuen Entgeltsätze ab 1. Juli 2017, die Vergütung Nachtbuchung, Ferienbetreuung, Vollmachten für Arztbesuch für Ersatzbetreuung, Fortbildungen, Erste-Hilfe-Kurse und die Verlängerung der Pflegeerlaubnis.

„Flexibilität und Engagement der Tagespflegepersonen sind herausragend“, machte Gerlinde Gietl am Ende noch einmal die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Personenkreises deutlich.

Foto: Die geehrten Tagesmütter – Carola Dengler fehlte entschuldigt – gemeinsam mit Landrat Josef Laumer (vorne mitte) und den zuständigen Mitarbeitern der Landratsamtsverwaltung (hinten).

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