Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

"Das Programm stellt die Vielfalt unseres Landkreises dar"

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01.09.2017 Regionalmanagerin Carolin Riepl über den bevorstehenden Regionaltag des Landkreises Straubing-Bogen

Carolin Riepl ist die Regionalmanagerin des Landkreises Straubing-Bogen und damit federführend für die Planung und Durchführung des Regionaltags des Landkreises am nächsten Wochenende in Oberschneiding (Samstag, 9. September von 12.30 bis 18 Uhr und Sonntag, 10. September von 10 bis 18 Uhr) verantwortlich. Im Interview spricht sie über die größten Herausforderungen, das Programm und die Idee, die hinter dem Regionaltag steckt.

Frau Riepl, in einer Woche, am 9. und 10. September steigt in Oberschneiding der 6. Regionaltag des Landkreises Straubing-Bogen. Was darf man sich unter der Bezeichung „Regionalschau und Bürgerfest für die Region“ vorstellen?

Carolin Riepl: „Beim Regionaltag präsentieren sich Firmen, Verbände, Vereine und Kommunen aus der Region Straubing-Bogen. Er ist sozusagen ein Schaufenster des Landkreises. Es gibt typische Marktstände mit besonderen Leckereien und Kunsthandwerk, Firmenpräsentationen, Informationsstände und viele Mitmachaktionen. Gleichzeitig ist der Regionaltag ein Fest mit den Bürgern und für die Bürger des Landkreises und der Umgebung. Das Programm richtet sich an die ganze Familie. So haben wir mit Dr. Döblingers geschmackvollem Kasperltheater auch dieses Mal wieder eine besondere Attraktion für Kinder. Auf dem Schmankerlweg kann man regionale Spezialitäten genießen und auf der Bühne sorgen Musik- und Showtanzgruppen aus der Region für beste Unterhaltung.“

Den Regionaltag gibt es bereits seit 2004. Wie ist damals die Idee entstanden?

Riepl: „Die Idee ist bereits 2002 im Zuge des Agenda21-Prozesses entstanden. Der Regionaltag sollte eine Veranstaltung werden, bei der der Landkreis zeigen kann, was er zu bieten hat. Das Veranstaltungskonzept wurde daher auch von Anfang an sehr breit angelegt. So finden alle Lebensbereiche ihren Platz und es ist möglich, immer wieder aktuelle Themen aufzugreifen. In diesem Jahr ist zum Beispiel der Bereich Gesundheit, Demographie und Miteinander neu dazugekommen. Realisiert wurde der Regionaltag anfangs mit Fördermitteln aus LEADER. In diesem Jahr können wir einen Teil der Kosten über das Regionalmanagement Bayern finanzieren.“

Ist der Veranstaltungsort in Oberschneiding bewusst oder eher zufällig gewählt?

Riepl: „Der Regionaltag stellt die Vielfalt unseres Landkreises dar und dies beginnt bereits beim Veranstaltungsort. Tatsächlich sind wir dieses Jahr zum ersten Mal in einer Gäubodengemeinde zu Gast. Oberschneiding hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich als Gewerbestandort entwickelt, es sind neue Siedlungsgebiete entstanden und die Gemeinde setzt auf Familienfreundlichkeit und einen hohen Freizeitwert. Mit der Schneidinger Mitte wurde ein großes Projekt zur Gestaltung der Dorfmitte realisiert. Das kann sich sehen lassen und so hat Bürgermeister Ewald Seifert Oberschneiding bereits vor vier Jahren als nächsten Ausrichtungsort für den Regionaltag ins Spiel gebracht.“

Sie stecken seit Monaten in der Vorbereitung für das kommende Wochenende. Was ist die größte Herausforderung bei der Planung und Durchführung und wie lange dauert die Vorbereitungszeit insgesamt?

Riepl: „Der Startschuss fiel bereits letztes Jahr im Oktober, also vor rund elf Monaten. Im Januar wurde der Termin festgelegt und im März haben wir mit der Anwerbung der Aussteller begonnen. Für mich war die Organisation besonders spannend, da es mein erster Regionaltag ist. Es gibt zwar einen grundsätzlichen Leitfaden, aber jeder Regionaltag hat seine besonderen Eigenheiten. In Oberschneiding war zum Beispiel die Platzfrage eine Herausforderung. Neben dem Ortskern sollte auch die Grundschule mit einbezogen werden, damit wir auch Standflächen im Innenraum anbieten können. Wir haben es geschafft, drei Ausstellungsbereiche zu schaffen, die jeweils etwas Besonderes bieten und die die Besucher einladen, den gesamten Ort zu erkunden. Insgesamt ist viel Abstimmung und Koordination notwendig. Aber mit einem tollen Organisationsteam, sowohl am Landratsamt als auch in Oberschneiding, lassen sich alle Herausforderungen meistern.“

Und wie viele Leute sind mit der Planung, Vorbereitung und Durchführung beschäftigt?

Riepl: „Bei der Vorbereitung und Durchführung werde ich von meinen Mitarbeiterinnen Tanja Henskes und Sabine Held unterstützt. In der Gemeinde Oberschneiding sind vor allem Reinhold Maier, Michaela Bernhard und Martin Bayer mit der Organisation beschäftigt. Am Veranstaltungswochenende brauchen wir dann jede helfende Hand, insbesondere auch die Mitarbeiter der Bauhöfe. Aber nicht zu vergessen sind natürlich rund um die Veranstaltung eine große Zahl an freiwilligen Helfern, allen voran die Gemeinde-Feuerwehren, um den Verkehr zu regeln, das Gelände sauber zu halten und für die Nachtwache von Samstag auf Sonntag zu sorgen. Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön sagen, denn ohne die ehrenamtlichen Helfer könnten wir so eine Veranstaltung nicht durchführen.“

Können Sie kommende Woche das Programm überhaupt genießen oder stehen Sie dann sozusagen immer noch unter Dauerstrom?

Riepl: „Ich freue mich schon sehr darauf, dass es nun bald losgeht. Für uns wird es sicherlich ein anstrengendes, aber auch ein sehr aufregendes Wochenende. So richtig entspannt werde ich wohl erst sein, wenn ich sehe, dass alles gut läuft und wir nichts Wichtiges vergessen haben. Was ich aber in den letzten Monaten gelernt habe, ist, dass sich mit etwas gutem Willen und Kreativität am Ende für jedes Problem eine Lösung findet. Da ich selbst auch noch mit dem Trachtenverein Oberschneiding auf der Bühne auftrete, bleibt mir aber das Lampenfieber nicht erspart.“

Gibt es etwas, auf das Sie sich während des Regionaltages am meisten freuen?

Riepl: „Auf die frisch gebackenen Küchel am Stand der Landfrauen.“

Und allgemein? Wie sieht das Programm in Oberschneiding aus?

Riepl: „Das Programm ist unglaublich vielfältig. Auf der Bühne geben sich die besten Showtanzgruppen aus der Region wie die Flip-Flops, Rubber Ducks, Bogener Narrentisch, Tanzschule Seidl und die Cheerleader der Straubing Spiders sozusagen die Klinke in die Hand. Besonders freut es mich, dass mit den Weekend Beats eine junge Nachwuchsband aus Oberschneiding den Regionaltag eröffnen wird. Daneben sind auch der Kirchenchor, die Tanzgruppe des TSV, der Spielmannszug und der Trachtenverein aus Oberschneiding mit dabei. An vielen Ständen gibt es Mitmachaktionen - von der Bayerischen Olympiade, über Qi-Gong bis zur Reanimation - und tolle Gewinnspiele. Das Digitale Gründerzentrum und EFEU veranstaltet anlässlich des Regionaltags einen Tag der offenen Tür mit vielen Aktionen und einem Oberschneiding-Quiz, bei dem es einen Tablet-PC zu gewinnen gibt. Unternehmen nutzen die Gelegenheit, sich als attraktive regionale Arbeitgeber zu präsentieren. Die VHS bietet dazu das Bewerbungstraining. Und wer immer schon mal einen Holzspalter in Aktion sehen wollte, ist auf dem Regionaltag genauso richtig, wie Thermomix-Fans. Kurz gesagt es ist für jeden was dabei.“

Müssen die Besucher irgendwelche Besonderheiten beachten - zum Beispiel bei der Anfahrt und beim Parken oder bei der Verteilung der Aussteller?

Riepl: „Parkplätze stehen an allen Ortseinfahrten zur Verfügung. Die Einweisung übernehmen die Feuerwehren. Es erleichtert den Helfern die Arbeit natürlich ungemein, wenn sich alle Besucher an die Anweisungen halten. Das Regionaltagsgelände ist von allen Parkplätzen aus schnell zu erreichen. Ansonsten möchte ich die Besucher einladen, die Gastfreundschaft der Oberschneidinger zu genießen und das gesamte Regionaltagsgelände zu erkunden. Für alle Fragen stehen wir am Infostand auf dem Pfarrer-Handwercher-Platz gerne zur Verfügung.“

Ein freier Wunsch zum Abschluss betrifft wahrscheinlich das Wetter oder?

Riepl: „Schönes Wetter ist natürlich immer ein großes Plus und ich bin da ganz optimistisch. Vor allem aber wünsche ich mir, dass der Regionaltag sowohl für die Besucher als auch für Oberschneiding ein schönes Erlebnis wird und dass Aussteller, Veranstalter und Gäste am Ende gleichermaßen zufrieden sind.“

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