Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Bioenergie zum Vorzeigen …

.. auch aus Straubing-Bogen - Am Abschlusskongress der 25 Bioenergie-Regionen in Berlin war auch die Region Straubing-Bogen präsent
 
 
Die Bundesliga-Volleyballer NawaRo Straubing haben am ersten Adventswochenende Punkte geholt – und die Bioenergie-Region Straubing-Bogen hat dies längst, denn sie ist eine von 21 Bioenergie-Regionen in Deutschland, deren Projekte auch in der zweiten Förderphase bis 2015 Impulse für die Energiewende im ländlichen Raum setzen sollen.
 
Ausgewählte Projekte der ersten Bioenergie-Förderphase, die am 31. Juli endete, standen im Mittelpunkt eines Kongresses in der Kalkscheune in Berlin-Mitte. Neben gut 150 weiteren „Bioenergie-Engagierten“ nahmen auch Landrat Alfred Reisinger, die Leiterin des Zukunftsbüros Rita Kienberger, Netzwerkmanagerin Laura Osterholzer und Annette Plank vom Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe an dem Kongress teil. Einige der seinerzeit noch 25 Bioenergie-Regionen präsentierten sich mit einem Kurzvideo, andere, wie Straubing-Bogen, ließen an ihren Erfahrungen mit einem Vortrag teilhaben. So stellte Laura Osterholzer den Teilnehmern das regionale Profil „Straubing - Region der Nachwachsenden Rohstoffe“ mit ausgewählten Vorzeigeprojekten vor.
 
„Sie sind die Träger der Energiewende vor Ort“ wandte sich der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Gerd Müller beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an die Tagungsteilnehmer. „Die 25 Bioenergie-Regionen aus ganz Deutschland haben sich zu herausragenden Vorbildern für eine nachhaltige energetische Nutzung von Biomasse entwickelt. Klimafreundliche Energie aus lokal erzeugter Biomasse ist außerdem für viele zu einem wirtschaftlichen Faktor geworden. Durch die umfangreiche Einbindung der Bevölkerung vor Ort leisten die Regionen langfristig einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende im Ländlichen Raum“, sagte Müller.
 
In seiner Rede knüpfte Dr. Müller auch an seinen Besuch vom Juni 2011 bei der Bilanz-konferenz des Zukunftsbüros in Oberalteich an. Dort wurden seinerzeit die Bioenergie-Projekte mit präsentiert. Er sei beeindruckt von den Leistungen der Straubinger, führte Dr. Müller den Kongress-Teilnehmern vor Augen.

Landrat Reisinger nutzte die Veranstaltung, nochmals einen Appell in Sachen Biokraftstoffe an Ilse Aigner zu richten. Reisinger sowie den weiteren regionalen Akteuren, die heuer ein entsprechendes Schreiben an die Bundesministerin unterzeichnet haben, geht es um verlässliche und attraktive Rahmenbedingungen in diesem Bereich. Im Gespräch mit Daniela Rätz von der Förderstelle, erhoffte sich der Landrat, „dass auch einmal ein Workshop in der Region Straubing-Bogen, statt findet“.  

Was könnte die Marke „Straubing – Region der Nachwachsenden Rohstoffe“ treffender beschreiben, als es der Poststempel symbolisiert? 70.000 Mal täglich werden Briefe und Karten aus der Region damit abgestempelt. Auch Bilder der Bushäuschen in Straubing, Holzschilder am Kreisverkehr, die die Marke kommunizieren und nicht zuletzt Szenen mit den Volleyballern vom FTSV Straubing die sich in „NawaRo Straubing“ umbenannt haben, stellte Laura Osterholzer in ihrem 20-minütigen Beitrag vor. Letztendlich, so die Netzwerkmanagerin, kommuniziere die Marke Standortvorteile und sei ein „Qualitätssiegel“ für die Region. Der Sogwirkung der Marke habe man es zu verdanken, dass sich Unternehmen wie die Süd-Chemie beispielsweise in Straubing-Sand - und nicht in USA oder in der Nähe von Bitterfeld -  angesiedelt hätten, ist Landrat Reisinger überzeugt.
 
Basierend auf den Ergebnissen der ersten Modellprojekt-Phase hat die Förderstelle einen Ratgeber für Regionen herausgebracht, in dem auch die Region Straubing-Bogen mit dem Projekt Energy-Scouts vertreten ist. Die Broschüre ist über die Mediathek der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe im Internet unter http://mediathek.fnr.de/ erhältlich.