Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Energietour durch die Bioenergieregion erfolgreich gestartet

„Sie können sagen, dass Sie bei der ersten Energietour dabei waren“ wandte sich Energy Scout Peter Seubert aus Parkstetten am frühen Sonntagabend an die Teilnehmerschar, die per Bus-Rundfahrt drei Biogasanlagen in Haibach und Stallwang angesteuert hatten. Alle Betreiber, Franz Huber aus Maierhofen, das benachbarte Projekt der Menachtal OHG, das Andreas Steinbauer vorstellte, und der Betreiber aus Kammersdorf, Roland Eidenschink, informierten offen und ausführlich über ihre Biogasanlage und ihre Erfahrungen. Die Teilnehmer, von der Studentin bis zum Landwirt, nutzten die Möglichkeit und stellten detaillierte Fragen zu den Kapazitäten, zur Wärmenutzung und zu den Substraten.
 
Ermöglicht werden die kostenlosen Touren, die bis Mai monatlich in drei Varianten angeboten und von Energy Scouts begleitet werden, von der Bioenergie-Region Straubing-Bogen.
 
Die nächsten Termine sind am kommenden Wochenende. Am Samstag, 14. Januar findet die Kommunaltour statt. Mit Energy Scout Anita Bogner aus Rain machen die Teilnehmer einen Besichtigungshalt am Entwässerungsbetrieb der Stadt Straubing, wo es um die energetische Verwertung von Klärschlamm geht und erkunden die Klimaschutzkommune Ascha. Am Sonntag, 15. Januar geht es mit Energy Scout Ralf Zierer aus Straßkirchen zu Biogasanlagen in Geiselhöring und Laberweinting. 
Abfahrt ist jeweils um 13 Uhr am Busbahnhof Am Hagen.
 
Sein energetisches Engagement verteilt Landwirt Franz Huber vom Steffelbauerhof in Maierhofen mit einer Photovoltaik- und einer Biogasanlage auf mehrere Standbeine. Neben dem Eigenbedarf für Hallen, Stall und Werkstatt sind fünf Wohnhäuser und das Feuerwehrhaus in der Nachbarschaft an die Biogasanlage angeschlossen. Nur wenige hundert Meter weiter stellte Andreas Steinbauer den Energietouristen, unter denen auch der Haselbacher Bürgermeister Hans Sykora war, das Konzept der Menachtal OHG vor. Hier haben sich vier Landwirte vor einem Jahr zusammengeschlossen, um eine 400 kW-Biogasanlage zu betreiben. Damit könne man im Jahr theoretisch 550 bis 600 Haushalte mit Strom versorgen, verdeutlichte Steinbauer. Dass „alles aus einer Hand“ gemacht wird, das war Roland Eidenschink, dem Betreiber der Biogasanlage in Stallwang bei der Errichtung seiner Biogasanlage wichtig. „Ganz schnell“, berichtet der Milchviehhalter habe er daher das Projekt auf die Beine gestellt. Von der Einreichung des Bauplanes bis zur Inbetriebnahme hat es nur wenige Monate gedauert. Eidenschink nutzt etwa 30 Prozent Gülle aus dem eigenen Stall, dazu gehäckseltes Getreide sowie Gras- und Maissilage. Dabei, so ließ er die Zuhörer wissen, könne er die Anlage zu 100 Prozent in der Grasversion fahren, keinesfalls nutze er nicht mehr als 40 Prozent Mais. „Die Gasqualität ist mit Gras besser“ ist Eidenschink überzeugt. Die nächste Biogasanlagentour Nordost, bei der es zu den Landwirten Huber, Steinbauer und Eidenschink geht, findet am 19 Februar statt.