Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Erfolgreiche Ölsperrenübung auf der Donau

Feuerwehren proben Ernstfall zum Schutz der Umwelt
 
 
Eine Havarie eines Tankschiffes auf der Donau war das Übungsszenario für eine groß angelegte Feuerwehrübung zur Errichtung einer Ölsperre an der Donau auf Höhe von Waltendorf und Irlbach. Die zuständigen Feuerwehren des Landkreises Straubing-Bogen unter der Leitung von Kreisbrandrat Albert Uttendorfer und dem für die Ölsperre verantwortlichen Kreisbrandmeister Markus Huber probten dabei gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Straubing und Stadtbrandrat Rainer Heimann den Ernstfall.
 
Bei einem Ölunfall auf der Donau muss sofort eine Ölsperre errichtet werden, um das auslaufende Öl abzufangen und abzuleiten und somit größeren Schaden für die Umwelt zu verhindern. Dafür stellte sich die Bootseinlassstelle bei Waltendorf als besonders günstig heraus. Ziel der Übung war es, das bei einem Unfall entstehende Öl-Wasser-Gemisch abzusaugen, mit dem Ölsanimat zu trennen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Am Übungsort waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Bogen, Aiterhofen und Amselfing sowie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Straubing an der Übung beteiligt. Zur Absicherung der Übung und zur Verpflegung der Einsatzkräfte waren die Wasserwacht Waltendorf und die Sondereinsatzgruppe Sanität des Landkreises Straubing-Bogen und SEG Bogen vor Ort. Die Unterstützungsgruppe des Örtlichen Einsatzleiters (UG-ÖEL) Straubing Land von der Freiwilligen Feuerwehr Parkstetten war ebenfalls an der Übung beteiligt. Vorbereitet wurde die Übung durch Katastrophenschutz-Sachbearbeiter Helmut Steinbauer und Jürgen Biermeier vom Landratsamt Straubing-Bogen, die in Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt für eine zeitlich begrenzte Sperrung der Donau sorgten.
 
Aufgabe der beteiligten Feuerwehren war es, die aus vier je 100 Meter langen Teilen bestehende Ölsperre mit einem Motorboot in die Donau einzuziehen und anschließend am linken Donauufer zu befestigen. Dabei kam die Ölsperre der Feuerwehren des Landkreises Straubing-Bogen und ein Teil der Ölsperre der Freiwilligen Feuerwehr Straubing zum Einsatz. Zunächst bewegte sich das Motorboot entgegen der Strömung am rechten Donauufer und zog die Ölsperre dann langsam zur Befestigungsstelle auf der linken Donauseite. Zudem wurde ein Uferschutz angebracht, der im Ernstfall eine Verschmutzung der Uferbereiche verhindern soll. Sowohl das Einziehen der einzelnen Ölsperrenbestandteile als auch die Befestigung der Sperre an der Gegenseite funktionierten zügig und reibungslos. Dabei haben sich insbesondere die neuen Befestigungen an beiden Uferseiten bewährt. Abschließend bedankte sich der neue Kreisbrandrat Albert Uttendorfer bei allen beteiligten Feuerwehren und Einsatzkräften für die professionelle Durchführung der Ölsperrenübung. Die Übungen seien wichtig, um im Ernstfall einen schnellen und effektiven Schutz der Umwelt zu gewährleisten.