Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Haus- und Straßensammlung für Kriegsgräber

Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge bittet um Spenden
 
Der Landesverband Bayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. führt vom 19. Oktober bis 4. November seine Haus- und Straßensammlung 2012 durch. Die Spenden unterstützen die Instandhaltung und den Bau der 825 deutschen Soldatenfriedhöfe mit 2,5 Millionen Toten in aller Welt.
 
Der Schwerpunkt der Arbeit des Volksbundes liegt weiterhin im Osten Europas und dort besonders in Russland. 1,4 Millionen Menschen gelten noch heute als vermisst. 45.000 Kriegstote möchte der Volksbund auch im kommenden Jahr überwiegend in Osteuropa bergen. Alleine 9.000 werden aus den Gebieten von Smolensk, Kaluga und Brjansk stammen. Der Volksbund will diese Kriegstoten auf dem neuen Friedhof in Duchowschtschina in Russland bestatten.
 
Bereits 2004 begannen die schwierigen Verhandlungen und die Suche nach einem geeigneten Gelände für den großen Sammelfriedhof im Raum Smolensk. Seit dem Jahr 2010 konnten bisher 16.000 Kriegstote dort beigesetzt werden. Zudem wurde mit dem Ausbau des Friedhofs begonnen. Neben der Zubettung von weiteren 9.000 Toten sollen im kommenden Jahr die Gelände- und Wegearbeiten abgeschlossen werden. Im Jahr 2013 wird mit der Beschriftung der ersten 5.000 Namen der dort ruhenden Toten auf den Granitstelen begonnen. Die Einweihung ist für September 2013 geplant.
 
Schon zehn Jahre alt ist der Friedhof Rshew in Russland. Über 14.000 Tote sind dort schon beigesetzt. Bis zum Herbst 2012 werden weitere 30 Granitstelen mit etwa 8000 Namen beschriftet sein und ein zentraler Gedenkplatz für Kriegsgefangene aus diesem Gebiet errichtet.
 
Im Westen beginnt in Italien auf dem Soldatenfriedhof Cassino die Modernisierung der Bewässerungsanlage, in Costermano am Gardasee wird der Besucherparkplatz saniert und in Deutschland geht auf dem Golm auf der Insel Usedom der Umbau der Jugendbegegnungsstätte weiter.  
 
„Für seine Arbeiten braucht der Volksbund dringend Geld. Viele Projekte müssen zurückgestellt werden, weil die Mittel fehlen. Der Volksbund leistet eine wertvolle Aufgabe beim Erhalt und Aufbau der Kriegsgräber, die einerseits unseren gefallenen Landsleuten eine würdige Ruhestätte sind und zugleich als ständiges Mahnmal unserer Geschichte dienen.“ bittet Schirmherr Landrat Alfred Reisinger um die Unterstützung der Haus- und Straßensammlung.