Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Herbstsammlung 2014 für unsere Kriegsgräber

Herbstsammlung für unsere Kriegsgräber

 

Der Landesverband Bayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. führt vom 17. Oktober bis zum 2. November seine Haus- und Straßensammlung durch. Die Spenden unterstützen die Instandhaltung und den Bau der 825 deutschen Soldatenfriedhöfe und Kriegsgräberstätten mit über 2,5 Millionen Toten in aller Welt.

In diesem Jahr jährt sich der Beginn des 1. Weltkrieges zum 100. Mal. Diese „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ veränderte die Gesellschaften in Europa und führte zum Untergang von drei Kaiserreichen. Sie bewirkte zudem eine Umwälzung der Kräfteverhältnisse in der Welt, der, vor 75 Jahren, ein weiterer Weltkrieg mit noch mehr Opfern und katastrophalen Auswirkungen auf die Menschen folgen sollte.

Zahlreiche Nationen waren verwickelt in diesen vier Jahre dauernden Ersten Weltkrieg, der hauptsächlich in Europa ausgetragen wurde. In Frankreich in den Vogesen, um Verdun, in den Argonnen, an der Somme, in Flandern, in Ostpreußen, in Galizien und nicht zu vergessen in den Alpen, in den Dolomiten.

Modernste Waffen und Techniken – wie Giftgas, Maschinengewehre, Panzer und Flugzeuge – mörderische Stellungskriege und Schlachten ungeahnten Ausmaßes brachten immense und neuartige Schäden für Mensch und Umwelt. So viele Männer wie nie zuvor standen unter Waffen, so viele wie nie zuvor wurden getötet, verwundet oder blieben schwerstbehindert und traumatisiert für den Rest ihres Lebens. 10 Millionen Menschen verloren ihr Leben. 2 Millionen Deutsche, 1,8 Millionen Russen, 1,5 Millionen aus Österreich-Ungarn, 1,4 Millionen Franzosen, 750.000 Briten. Was bleibt, sind ihre Gräber, die wir pflegen und die Erinnerung an diese zumeist jungen Menschen. Jedes Kreuz steht für ein Schicksal.

Der Schwerpunkt der Arbeiten des Volksbundes liegt auch in diesem Jahr bei der Suche nach den Vermissten und Toten des Zweiten Weltkrieges in Osteuropa. Aber auch im Westen, Süden und Norden Europas gibt es noch genügend zu tun. Gerade die Kriegsgräberstätten, die vor über 50 Jahren gebaut wurden, sind inzwischen stark sanierungsbedürftig – die Arbeit muss auch da weitergehen.

 Für seine Arbeit braucht der Volksbund dringend Geld. Viele Vorhaben müssen zurückgestellt werden, weil die Mittel fehlen. Der Volksbund ist auf Spenden angewiesen. Schirmherr Landrat Josef Laumer bittet um die Unterstützung der Haus- und Straßensammlung.