Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Landrat Reisinger: „Vierstreifigen Ausbau der B 20 vorantreiben“

Verkehrsaufkommen stark gestiegen – hohes Unfallaufkommen
 
 
Die Bundesstraße 20 ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung im ostbayerischen Raum. Durch die zunehmende Verkehrsbelastung, insbesondere beim Güterverkehr, wurde die Bundesstraße in den letzten Jahren immer wieder ausgebaut. Trotz dieser Verbesserungen ist die Straße vor allem im Straubinger Bereich an ihre Grenzen angelangt. Dies zeigt sich besonders im Berufsverkehr, wo es am Ende der 2+1-Verkehrsführung im Bereich der Donaubrücke bei Straubing immer wieder zu Rückstaus kommt. Das tägliche Verkehrsaufkommen ist in diesem Streckenabschnitt innerhalb von 5 Jahren von rd. 20.500 Kfz/24h (DTV2005) auf rd. 23.000 Kfz/24h (DTV2010) angestiegen. Dies bedeutet eine Steigerung um rd. 12 Prozent. Neben der Verkehrsbelastung sind auch die Unfallzahlen sehr hoch. Im Zeitraum 2009/2010 ereigneten sich 201 Unfälle mit 6 Toten, 35 Schwer- und 121 Leichtverletzten.
 
Aufgrund der gestiegenen Verkehrsbelastung und der hohen Unfallentwicklung hat sich jetzt Landrat Alfred Reisinger an die zuständigen Verkehrsminister von Bund und Land gewandt, um den vierstreifigen Ausbau der B 20 zwischen den Anschlussstellen der A 3 bei Steinach und der A 92 bei Landau voranzutreiben. „Die Zahlen belegen eindeutig, dass an der B 20 trotz einiger wichtiger Ausbaumaßnahmen weiterhin Handlungsbedarf besteht“, so Reisinger. Voraussetzung für den Ausbau ist die Aufnahme des Projekts in den Bedarfsplan für Bundesfernstraßen, der vom Bund im Jahr 2015 neu aufgelegt wird. Daher appellierte der Landrat an beide Ministerien, bereits jetzt die Weichen für die Aufnahme des Ausbaus der B20 in den Bedarfsplan zu stellen.
 
In seinem Antwortschreiben teilte nun der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann mit, dass aufgrund der hohen Bedeutung der Freistaat den vierstreifigen Ausbau der B 20 beim Bund bei der nächsten Fortschreibung des Bedarfsplans anmelden wird. Ob und in welche Dringlichkeitsstufe das Projekt tatsächlich berücksichtigt werden kann, entscheidet der Bund. Dr. Andreas Scheuer, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium informierte den Landrat darüber, dass sein Ministerium die Vorlage eines neuen Bedarfsplans im Jahr 2015 anstrebt. Welche Projekte bei der Aufstellung berücksichtigt werden können, hängt von einer Projektbewertung und von der abschließenden Entscheidung durch den Deutschen Bundestag ab. „Seien Sie versichert, dass mir die Bedeutung der B 20 als wichtige Nord-Süd-Achse in Ostbayern bewusst ist und ich einem bedarfsgerechten Ausbau der B 20 eine hohe Bedeutung beimesse“, so der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium.
 
Landrat Alfred Reisinger bewertet zumindest die Anmeldung des Projekts durch den Freistaat als Schritt in die richtige Richtung und wird weiterhin auf eine entsprechende Einstufung im Bedarfsplan drängen. „Es wurden in der Vergangenheit bereits andere Bundesstraßen vierstreifig ausgebaut, deren Verkehrsbelastung deutlich unter den Zahlen der B 20 liegen. Trotz der hohen Investitionen, die der Bund in der Vergangenheit in den Ausbau der B 20 getätigt hat, besteht weiterhin großer Handlungsbedarf, um die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Verkehrachse weiterhin zu stärken“, appelliert der Landrat.