Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Leuchttürme der Energiewende

Bayerische Bioenergie-Regionen präsentieren sich im Landtag
 
 „Leuchttürme der Energiewende“ nannte Dr. Torsten Gabriel, Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit bei der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e. V. die vier bayerischen Bioenergien-Regionen, die sich vergangenem Donnerstag im Bayerischen Landtag mit einer Ausstellung präsentieren durften, und brachte die erfreuliche Nachricht mit, dass die Prüfung der fortgeschriebenen Regionalen Energie-Entwicklungskonzepte bei den Bayerischen Regionen positiv ausgefallen ist.
 
„Alle vier bayerischen Bioenergie-Regionen - neben Straubing-Bogen das Oberland, das Achental sowie die Region Bayreuth - werden zur formalen Antragsstellung aufgefordert werden“, kündigte Gabriel den Anwesenden bei der Eröffnung der eintägigen Präsentation im Bayerischen Landtag im Hinblick auf die weitere Förderphase bis 2015 an. Die vier seien deshalb erfolgreiche Bioenergie-Regionen weil sie Projekte „engagiert, kreativ und unkonventionell“ angingen. Für die zweite Phase, die zum 1. August 2012 nahtlos an die erste Förderphase anschließen soll, hat das BMELV weitere 7,5 Millionen Euro bereitgestellt. Die insgesamt 25 Bioenergie-Regionen in ganz Deutschland sind in den vergangenen drei Jahren seitens des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, mit etwa elf Millionen Euro gefördert worden, erinnerte Dr. Gabriel.

Für Landrat Alfred Reisinger ist die avisierte weitere Förderung ein Beweis für die gute Arbeit aller Beteiligten in der Region - vom Netzwerk mit Koordinatorin Laura Osterholzer, die am Ausstellungstag auch den Stand betreute, bis hin zu den Einrichtungen wie dem Technologie- und Förderzentrum oder C.A.R.M.E.N. e.V.. Dr. Gabriel: „Der Landkreis Straubing-Bogen ist hier federführend und nutzt die Gunst der kommunalen Strukturen zur Umsetzung des Projektes“. Die meisten Kommunen seien mit eigenen Mitteln und Projekten intensiv in den Prozess eingebunden, lobte der FNR-Experte. Aber auch die Bürger sind stark eingebunden, so Gabriel weiter, der das Projekt Energy-Scouts als vorbildlich bezeichnete. Reisinger verwies auch auf die politischen Unterstützung der Landkreis-Abgeordneten wie Josef Zellmeier und Reinhold Perlak, besonders aber auch auf Fürsprecher wie Albert Füracker, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Landtag.
 
„Die Energieversorgung ist eine der Herausforderungen der Zukunft“ hatte Landtags-Vizepräsident Reinhold Bocklet die Ausstellung eröffnet. Mit einem Anteil von rund 70 Prozent an allen erneuerbaren Energieträgern ist „Biomasse der wichtigste erneuerbare Energieträger in Bayern“ und zudem eine optimal speicherfähige Energiequelle. „37 Prozent der Abwärme regionaler Biogasanlagen werden derzeit noch gar nicht genutzt“, sagte Bocklet.
 
Im Mittelpunkt des Informationstages stand der Austausch der Vertreter der Bioenergie-Regionen mit den Abgeordneten der verschiedenen Fachausschüsse und den Mitgliedern der Energiekommission des Bayerischen Landtags, unter anderem hatten sich der Miesbacher Landrat Dr. Jakob Kreidl und Dr.-Ing. Werner Ortinger vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingefunden. Einig waren sich alle Redner, dass Bioenergie vor allem für den ländlichen Raum Vorteile bringt, wenn sie nachhaltig erzeugt, effizient aufbereitet und sparsam genutzt wird. Außerdem justiere sie das Verhältnis zwischen den Metropolen und den ländlichen Räumen neu, führte Dr. Gabriel an.
 
Bildbeschreibung: Am Stand der Bioenergie-Region Straubing-Bogen mit einem Korb voll Pellets, Feueranzündern und Müsliriegeln v. l. n. r.
Josef Zellmeier (MdL), Dr. Jakob Kreidl (Landrat des Landkreises Miesbach), Reinhold Bocklet (1. Landtagsvizepräsident), Albert Füracker (Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Landtag), Laura Osterholzer (Netzwerkmanagerin der Bioenergie-Region Straubing-Bogen), Alfred Reisinger (Landrat des Landkreises Straubing-Bogen), Dr. Torsten Gabriel (Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.) und Reinhold Perlak (MdL)