Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Mehr Service in der Kfz-Zulassung

Das Zulassungsverfahren für Kraftfahrzeuge wird ab 2. November bürgerfreundlicher. Aufgrund einer Kooperation ist es jetzt möglich, Zulassungsvorgänge auch im Nachbarlandkreis oder kreisfreien Stadt zu erledigen. In Niederbayern beteiligen sich zunächst die Landkreise Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen, Rottal-Inn, Dingolfing-Landau sowie die kreisfreien Städte Straubing und Passau an diesem Verfahren.
 
„Mit dem Projekt "Erweiterte Zuständigkeit" ermöglichen wir dem Bürger eine flexiblere Abwicklung von Fahrzeugzulassungen“ sagte Landrat Alfred Reisinger bei der Vorstellung des Projekts am Landratsamt Deggendorf. Gleichzeitig ersparen verkürzte Wege auch Zeit und Geld, denn es sollen die Daten laufen und nicht die Bürger. Für die Zukunft wünscht sich der Landrat, dass sich noch weitere Landkreise dieser Initiative anschließen.
 
Mit der Kooperation ist es möglich, Zulassungsvorgänge nicht mehr nur bei der für den Wohnort oder Betriebssitz des Fahrzeughalters zuständigen Kfz-Zulassungsbehörde, sondern bei jeder der teilnehmenden Zulassungsbehörden vorzunehmen. Bestehen bleibt die Kennzeichenbindung und somit auch die Zuständigkeit der kennzeichenführenden Zulassungsbehörde. Die Fahrzeuge bekommen, egal bei welcher dieser Zulassungsstellen sie zugelassen werden, immer ein Kennzeichen der für den Wohnort/Betriebssitz des Fahrzeughalters zuständigen Zulassungsbehörde. Das bedeutet, dass beispielsweise ein Bürger aus dem Landkreis Deggendorf der sein Fahrzeug bei der Kfz-Zulassungsstelle des Landratsamtes Straubing-Bogen zulässt, nach wie vor ein Kennzeichen mit dem Unterscheidungszeichen „DEG“ bekommt und auch wie bisher das Landratsamt Deggendorf seine für das Fahrzeug zuständige Behörde bleibt. Neu dagegen ist, dass auf das Kennzeichen nicht die Siegelplakette des Landratsamtes Deggendorf sondern die Plakette des Landratsamtes Straubing-Bogen geklebt wird und in der Zulassungsbescheinigung Teil I ein Hinweis auf den Zulassungsvorgang in Amtshilfe eingetragen wird.
 
Die Kooperation umfasst die Zulassung von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, Umschreibungen mit und ohne Halterwechsel, Außerbetriebsetzungen und Wiederinbetriebnahmen, Änderung der Kennzeichenart (Saisonkennzeichen), Halter- und Fahrzeugdatenänderung, Zuteilung von Wunschkennzeichen und die Ausstellung eines Ersatzscheines (Zulassungsbescheinigung Teil I). Die Reservierung von Wunschkennzeichen bleibt im gewohnten Umfang erhalten. Allerdings wird künftig bei der Reservierung eine PIN-Nummer vergeben, die beim Zulassungsvorgang der jeweiligen Zulassungsstelle vorzulegen ist.
 
Nicht möglich ist die Zuteilung von roten Kennzeichen, Erteilung von Ausnahmegenehmigungen, Ausstellung eines Ersatzbriefes (Zulassungsbescheinigung Teil II), Zulassung bei unvollständigen ausländischen Fahrzeugpapieren, Zuteilung eines Historienkennzeichens, Kennzeichenabstempelung bei Zwangsmaßnahmen, Umkennzeichnung bei Kennzeichenverlust, Zuteilung von Wechselkennzeichen und die Vorabzuteilung von Kennzeichen. In diesen Fällen muss nach wie vor die für den Wohnsitz oder Betriebssitz zuständige Kfz-Zulassungsbehörde aufgesucht werden.