Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Schülerbeförderung zu weiterführenden Schulen

 Für viele Eltern steht in den nächsten Wochen die Entscheidung über den Übertritt ihres Kindes an eine weiterführende Schule (Realschule, Gymnasium) an. Dabei ist auch die Frage der kostenlosen Schülerbeförderung von Bedeutung. Die Kosten der Schülerbeförderung können vom Landratsamt jedoch nur übernommen werden, sofern die nächstgelegene Schule der gewählten Schulart, Ausbildungs- und Fachrichtung, besucht wird.
Nach dem Gesetz über die Kostenfreiheit des Schulweges haben Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen wie Realschulen, Gymnasien und Wirtschaftsschulen von Jahrgangsstufe 5 – 10 einen Beförderungsanspruch durch den Landkreis Straubing-Bogen, soweit der Schulweg länger als 3 km ist oder eine dauernde Behinderung der Schülerinnen und Schüler die Beförderung erfordert und die Schülerinnen und Schüler den gewöhnlichen Aufenthalt im Landkreis Straubing-Bogen haben. Bei besonders beschwerlichen oder besonders gefährlichen Schulwegen kann auch bei kürzeren Wegstrecken die Notwendigkeit der Beförderung anerkannt werden. Der Landkreis als Aufgabenträger erfüllt seine Verpflichtung grundsätzlich im Zusammenwirken mit den Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs.
Die Beförderungspflicht besteht zum Pflicht- und Wahlpflichtunterricht der nächstgelegenen Schule. Nächstgelegene Schule ist dabei diejenige Schule der gewählten Schulart, Ausbildungs- und Fachrichtung, die mit den geringsten Kosten erreichbar ist. Beim sprachlichen Gymnasium tritt an die Stelle der Ausbildungsrichtung die erste Fremdsprache, wenn Latein oder Französisch gewählt wird. Ab dem Schuljahr 2014/15 können die künftigen Fünftklässler am Johannes-Turmair-Gymnasium Straubing zwischen Latein und Englisch als 1. Fremdsprache wählen. Sofern Englisch als 1. Fremdsprache gewählt wird, ist zu prüfen, ob dieses Gymnasium die nächstgelegene Schule ist. Falls Latein als 1. Fremdsprache gewählt wird, ist der Beförderungsanspruch ab Jahrgangsstufe 7 neu zu prüfen, wenn die Kinder dann nicht den sprachlichen, sondern den naturwissenschaftlich-technologischen Zweig wählen, weil dann möglicherweise eine andere Schule die nächstgelegene Schule ist.
Grundsätzlich gilt, die Eltern haben die Wahlfreiheit bezüglich des Schulbesuches. Die Kosten der Schülerbeförderung können vom Landratsamt jedoch nur übernommen werden, sofern die nächstgelegene Schule der gewählten Schulart, Ausbildungs- und Fachrichtung, besucht wird.


Für Fragen zur Schülerbeförderung steht im Landratsamt Straubing-Bogen die zuständige Sachbearbeiterin Veronika Mader unter der Tel. 09421/973217 zur Verfügung.