Zukunftsbüro

Vernetzung und Wissenstransfer in der Bildungsregion - Landkreis und Stadt planen gemeinsames Bildungsportal

12.02.2016 Vertreter von Schulen und weiteren Bildungsträgern, sozialen Einrichtungen und aus der Wirtschaft trafen sich jüngst, um ein Bildungsportal für die Region Straubing-Bogen auf den Weg zu bringen. Seit 2014 sind der Landkreis Straubing-Bogen und die Stadt Straubing gemeinsam mit dem Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ ausgezeichnet. Vorausgegangen war ein intensiver Arbeitskreisprozess...

Pressemitteilung

Straubing, 12. Februar 2016

Vernetzung und Wissenstransfer in der Bildungsregion - Landkreis und Stadt planen gemeinsames Bildungsportal

 

Vertreter von Schulen und weiteren Bildungsträgern, sozialen Einrichtungen und aus der Wirtschaft trafen sich jüngst, um ein Bildungsportal für die Region Straubing-Bogen auf den Weg zu bringen. Zur Veranstaltung eingeladen und diese moderiert haben Rita Kienberger, Regionalmanagerin des Landkreises Straubing-Bogen, und Tanja Seubert, Vertreterin der Schulverwaltung der Stadt Straubing, die beide mit der Umsetzung des gemeinsamen Bildungskonzepts von Stadt und Landkreis befasst sind. Beratend zur Seite stand Christian Kirschner als EDV-Fachmann der Stadt. Ergebnis der Veranstaltung war ein Raster für einen umfassenden Internetauftritt, der künftig das regionale Bildungsangebot im weitesten Sinne widerspiegeln soll.

Seit 2014 sind der Landkreis Straubing-Bogen und die Stadt Straubing gemeinsam mit dem Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ ausgezeichnet. Vorausgegangen war ein intensiver Arbeitskreisprozess, bei dem über 150 Ehrenamtliche aus dem Bildungssektor den Status Quo ermittelt und Ziele für die weitere Entwicklung definiert hatten. Eines der Hauptanliegen der Mitwirkenden stellte die Vernetzung der Bildungsangebote in der Region dar. Dazu solle es nicht nur einen weiteren regen Austausch geben, sondern auch eine Informationsplattform, auf der das vielfältige Bildungsangebot kompakt zusammengefasst und transparent dargestellt werde.

Bevor es an die Umsetzung der Ziele aus dem Bildungskonzept gehen konnte, musste die Finanzierung für Projekte wie das Bildungsportal sichergestellt werden. So bewarb sich der Landkreis um Fördermittel für das Regionalmanagement im Rahmen der Projektförderung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. In Form einer Kooperationsvereinbarung wurde die Stadt Straubing mit ins Boot genommen: Stadt und Landkreis können nun gleichermaßen von den Fördermitteln für insgesamt vier Bildungsprojekte profitieren, die notwendige Co-Finanzierung von 30 % der zuschussfähigen Kosten tragen sie ebenfalls zu gleichen Anteilen. Seit Jahreswechsel liegt die Zustimmung der Förderstelle zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn vor, der Zuwendungsbescheid sollte in den nächsten Wochen eintreffen.

Dies war Anlass, am 18. Januar 2016 die Projektgruppe „Bildungsportal“, die im Herbst 2015 im Vorfeld des Förderantrags schon einmal getagt hatte, erneut einzuberufen und sich im Rahmen eines Workshops an die Ausarbeitung der Inhalte zu machen. Via Zuruf wurden neben den klassischen Bildungsträgern - den allgemein- und berufsbildenden Schulen - die verschiedensten Aspekte regionaler Bildungsmöglichkeiten zusammengetragen und von den beiden Moderatorinnen an die Wand gepinnt. Schnell stellte sich heraus, dass die übersichtliche Zusammenfassung des vielfältigen Angebots eine Herausforderung darstellen würde. Nach intensiver Diskussion einigte man sich schließlich auf sechs Menü-Punkte, die den Besucher des Portals möglichst schnell zur gewünschten Information führen sollen.

Unter dem Button „Frühe Kindheit und Vorschulalter“ will man neben der Auflistung sämtlicher Kitas in der Region auch Informationen zu weiteren Kinderbetreuungsangeboten, Elterntreffs und Beratungsstellen für junge Eltern bieten. Beim Punkt „Schüler“ werden neben den staatlichen Schulen auch private Einrichtungen, Förderzentren und Ganztagsbetreuung ihren Platz finden. Der beruflichen Bildung inklusive Weiterbildung und Studium wird sich der dritte Menüpunkt widmen, wobei in einem Unterpunkt auch Angebote zur Berufsfindung und Jobsuche zusammengestellt werden sollen. Neben dem Button „Erwachsenenbildung“ wird es noch einen Bereich „Außerschulische Bildung und Freizeitangebote“ geben, in dem die Bildungsmöglichkeiten in Vereinen ebenso ihren Platz finden werden wie Ferienfreizeiten der verschiedensten Träger. Ein letzter Punkt gilt schließlich der Bildungsregion, ihren Projekten und Akteuren.

Einig war sich die Projektgruppe schnell, dass es wichtig sei, das Portal nach Fertigstellung gut zu pflegen und möglichst aktuell zu halten. Deshalb werden die Seiten selbst im Wesentlichen nur allgemeine Informationen und Auflistungen enthalten, während die Details dann auf den Homepages der jeweiligen Träger zu finden sein sollen, zu denen verlinkt wird. Auch technisch und optisch soll das Bildungsportal modern und auf dem neuesten Stand daherkommen. Kacheln mit ansprechenden Bildern sollen die Buttons zieren, um das gewünschte Thema auf einen Blick erkennen zu können. Ein responsives Webdesign soll sicherstellen, dass die Seiten auch auf Smartphone und Tablet entsprechend dargestellt werden, zudem sollen sie via QR-Code per App erreichbar sein. Gerade auch für Menschen mit Handicap ist der Weg zum richtigen Bildungsangebot wichtig, deshalb will man das Portal auch weitgehend barrierefrei gestalten und eine Übersetzung in einfache Sprache bieten. Schließlich soll eine spezielle Seite mit kindgerechten Informationen und Beiträgen diejenigen Menschen erreichen, um die es beim Thema Bildung in erster Linie geht.

Während von Seiten der Projektgruppenmitglieder derzeit noch an dem Raster gefeilt werden kann, das zwischenzeitlich in Dateiform gebracht und verteilt wurde, werden sich die Projektleiterinnen von Landkreis- und Stadtverwaltung demnächst an die Auftragsvergabe machen. Bis spätestens Ende des Jahres soll das Portal online stehen. Bildungsangebote, die bis dahin noch nicht ihren Weg ins Portal gefunden haben, können selbstverständlich auch nachträglich noch aufgenommen werden. Dies gilt auch für Bildungsprojekte, die neu entstehen, wie etwa die „Nachwuchshandwerkertage“, die demnächst in Kooperation der Kreishandwerkerschaft Donau-Wald und der Bildungsregion erstmals durchgeführt werden.

Informationen zur Bildungsregion gibt es unter 09421/973-126, Rita Kienberger, Regionalmanagement Landkreis Straubing-Bogen und unter 09421/944-395, Tanja Seubert, Schulverwaltung Stadt Straubing bzw. unter www.bildungsregion.straubing-bogen.de.

Kategorien: Zukunftsbüro, Regionalentwicklungsverein