Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

1. Bildungskonferenz für Neuzugewanderte

16.03.2017 Leitungen der Grund- und Mittelschulen mit Ü-Klasse waren im Landratsamt Straubing-Bogen zu Gast

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Wie kann die Bildungssituation für Neuzugewanderte verbessert werden? Dieser Frage stellte sich die 1. Bildungskonferenz für Neuzugewanderte an Grund- und Mittelschulen, zu der die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte im Landkreis Straubing-Bogen, Dr. Verena Sattler, in Zusammenarbeit mit den Schulamtsdirektoren Johannes Müller und Heribert Ketterl ins Landratsamt eingeladen hatte.

Schwerpunkt der Veranstaltung bildete die aktuelle Beschulungssituation in den Grund- und Mittelschulen, die aufgrund der hohen Zahl an Neuzugewanderten eine sogenannte Übergangsklasse eingerichtet haben.

Neben den Leitungen der Schulen aus Stadt und Landkreis mit Ü-Klasse, waren mit Nick Weinberger und Julia Merl zwei Vertreter der Regierung von Niederbayern anwesend. Auch einige Heimleitungen und Träger der Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zählten zu den Gästen sowie die Mitarbeiterinnen der Asylsozial- und Migrationsberatung der Caritas.

Die Vernetzung all dieser Bildungsakteure vor Ort, um die Integration neuzugewanderter Menschen in das Bildungssystem zu verbessern, ist eine der Hauptaufgaben der Bildungskoordinatorin, die seit Januar diesen Jahres am Landratsamt Straubing-Bogen tätig ist.

Nach einem Grußwort der Stellvertretenden Landrätin Barbara Unger präsentierte Schulamtsdirektor Müller die aktuellen Zahlen. So nehmen Neuzugewanderte derzeit einen Anteil von 5,4 Prozent an den Gesamt-Schülerzahlen in den Grund- und Mittelschulen in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen ein. Heribert Ketterl erläuterte die verschiedenen Möglichkeiten für Neuzugewanderte einen Abschluss an einer Mittelschule, wie z.B. den theorieentlasteten Mittelschulabschluss, zu erreichen.

Die anschließende Diskussion aller Beteiligten wurde rege genutzt. Zur Sprache kam dabei die Betreuung der Schüler am Nachmittag und bei den Hausaufgaben sowie die Notwendigkeit, stärker mit den Eltern der Neuzugewanderten ins Gespräch zu kommen. „Das große Interesse an der Konferenz hat die Notwendigkeit der Bildungskoordination einmal mehr unterstrichen. Vor allem über die zahlreichen Wortmeldungen und die vielen Gespräche zwischen den Teilnehmern direkt nach der Konferenz habe ich mich sehr gefreut“, so Dr. Verena Sattler als abschließendes Fazit dieser 1. Bildungskonferenz.

Das Foto zeigt Markus Eckstein vom Ausländeramt des Landratsamtes Straubing-Bogen, Dr. Verena Sattler, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, Stellvertretende Landrätin Barbara Unger und die Schulamtsdirektoren Johannes Müller und Heribert Ketterl (von links) während der Bildungskonferenz im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Straubing-Bogen.

Kategorien: Landratsamt