Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

"Wir können die Rahmenbedingungen setzen"

Besuch bei der Baufirma Lenk

21.01.2019 Landrat Josef Laumer verspricht Verstärkung des Bauamtes, bittet aber um Geduld

Das Baugewerbe boomt auch weiterhin – diese Nachricht konnte Landrat Josef Laumer von seinem Besuch bei der Baufirma Lenk in Dürnhart (Gemeinde Rain, Landkreis Straubing-Bogen) anlässlich deren 40-jährigem Jubiläum mit nach Hause nehmen.

Den Besuch nutzte Landrat Josef Laumer mit einer Delegation aus dem Landratsamt um über die Anliegen und Wünsche der Bauwirtschaft zu sprechen. „Die konjunkturelle Lage können wir als Landkreis nicht beeinflussen. Aber wir können die Rahmenbedingungen setzen“, so Landrat Josef Laumer. Und zu den Rahmenbedingungen gehört angesichts der andauernd hohen Bautätigkeit auch eine Verstärkung im Bauamt des Landkreises. „Wir haben vor, dort massiv personell aufzustocken und hoffen dabei auch auf die Unterstützung der Fraktionen im Kreistag und die Besetzung weiterer staatlicher Stellen in den damit einhergehenden Bereichen Umwelt- und Naturschutz“, macht Josef Laumer deutlich, bittet aber gleichzeitig um Verständnis. „Diese Aufstockung wird seine Zeit dauern, aber wir sind dran.“ Erfolgreich hat sich der Landkreis auch um Pilotprojekte zur Einführung der digitalen Bauakte bemüht. Auch hier laufen die Vorarbeiten. „Man muss aber bedenken, dass dies Schritt für Schritt auf mehreren Ebenen erfolgen muss. Die Weichen sind gestellt, aber der Prozess wird nicht in einem Jahr umzusetzen sein.“

Andere Rahmenbedingungen sind vom Landkreis nur schwer zu lösen. So wies Junior-Chef Robert Lenk auf die zunehmende Bürokratisierung hin. „Wir hören das auch oft“, so Josef Laumer. „Aber wir müssen die gesetzlichen Vorgaben umsetzen. Es gibt aber Punkte, bei denen wir auch immer wieder die übergeordneten Stellen darauf hinweisen, ob nicht Änderungen möglich sind.“ Ein weiteres Problem laut Robert Lenk ist die Personalsituation. 28 Mitarbeiter hat Lenk-Bau. „Und wir würden gerne mehr einstellen. Aber wir bekommen keine Maurer. Die Akademisierung und die Abwanderung in die Industrie werden immer schlimmer.“

Die Auftragsbücher freilich sind bei Lenk-Bau gut gefüllt und die Zukunftsaussichten sind gut, da auch der Übergang auf die jüngere Generation bereits geregelt ist. Firmengründer Manfred Lenk ist auch heute mit 72 Jahren noch jeden Tag in seinem Betrieb, mittlerweile gehören aber auch die Söhne Robert und Christian zur Firmenleitung. „Wir sind froh, dass wir solche Unternehmen in der Gemeinde haben, die Arbeitsplätze schaffen und auch verantwortungsvoll handeln. Man kann Manfred Lenk zu seinem Lebenswerk nur gratulieren“, lobte Rains Bürgermeisterin Anita Bogner. Manfred Lenk selbst freute sich nicht nur über den Besuch und den Austausch über die Anliegen aus dem Baugewerbe, sondern war auch überwältigt, „dass 40 Jahre so anerkannt werden.“ In einem kurzen Abriss erinnerte er an den Beginn „mit einem alten Kombi, vier Mann und keinem Auftrag. Aber mit der Zeit ging es aufwärts. Heute können wir fünf verschiedene Baustellen zur gleichen Zeit bedienen und haben immer schon frühzeitig auf Trends reagiert, zum Beispiel ab 1998 mit dem Bau von schlüsselfertigen Wohnhäusern.“

Foto: Senior-Chef Manfred Lenk mit dem Erinnerungsteller des Landkreises, Christian Lenk, Waltraud Lenk, Landrat Josef Laumer, Robert Lenk, Rains Bürgermeisterin Anita Bogner, Wirtschaftsförderer Martin Köck und Klaus Achatz (Sachgebietsleiter Wirtschaft/Touristik/Kreisentwicklung am Landratsamt, von links)

 

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