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WEISSER RING zu Besuch bei Landrat Josef Laumer

23.11.2017 Zivilcourage - Der Mut des Bürgers in der Not richtig zu helfen

Ob auf der Straße, in der Schule oder in der Nachbarschaft: Jeden Tag werden Menschen in Alltagssituationen und im öffentlichen Raum Opfer von Straftaten. Oft können diese verhindert oder Betroffene vor weiterem Schaden bewahrt werden, wenn Beobachter eingreifen. Der  „WEISSE RING“ ermutigt dazu, Opfern in brenzligen Situationen zu helfen und klärt darüber auf, wie Zivilcourage geleistet werden kann.

„Wer Zeuge wird, ist oft von der unvorhergesehenen Situation überrascht und weiß nicht, was er tun soll, dabei muss kein Heldentum gezeigt werden, um Zivilcourage zu zeigen. Durch Verantwortungsbewusstsein und besonnenes Handeln kann betroffenen Mitbürgern geholfen werden“, weiß Konrad Denk, seit Frühjahr 2017 Leiter der WEISSEN RING Außenstelle Straubing-Bogen. „Im Rahmen unserer Präventionsarbeit möchte der WEISSE RING zeigen, dass jeder Zivilcourage leisten kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Sei es durch genaues Beobachten der Situation, Einprägung von Tätermerkmalen, den Notruf 110 wählen, sich um das Opfer kümmern.  Durch Verantwortungsbewusstsein und besonnenes Handeln kann betroffenen Mitbürgern geholfen werden“, machte Denk bei einem Besuch bei Landrat Josef Laumer deutlich.

„Hilfe für Opfer von Kriminalität und Gewalt ist ein wichtiges Merkmal des WEISSEN RINGS“, meinte Laumer. „Aber ebenso wichtig ist auch die Prävention – und auch der hat sich der WEISSE RING mit vielfältigen Projekten gewidmet“, so der der Landrat weiter. Zivilcourage bedeutet dabei aber nicht, sich selbst zu gefährden. Mit Zivilcourage bezeichnet man die Beherztheit oder den Mut von Menschen. Es zeigt eine Eigenschaft, die Schwächere schützt oder ihnen hilft. „Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir eigentlich Zivilcourage beweisen sollten. Aber können wir das oder wollen wir das überhaupt?“, regt Denk zum Nachdenken an. Erst einmal an sich denken, Bequemlichkeit, keinen Ärger wollen, es gibt so viele Gründe dafür, dass Menschen wenig oder gar keine Zivilcourage praktizieren. „Ich finde aber, man sollte keinem Bürger unserer Gesellschaft einen Vorwurf machen. Denn wenn wir ehrlich sind, weiß keiner von uns, wie wir selbst in so einer konkreten Situation reagieren würden.“

Eines ist aber klar: „Nur gute Vorsätze sind nicht genug“, verdeutlicht Denk und hofft, dass in der Verhinderung und Aufklärung von Straf- und Gewalttaten dank der Arbeit des WEISSEN RINGS auch zukünftig weitere Erfolge erzielt werden können.

Foto: Konrad Denk (links), Leiter der Außenstelle Straubing-Bogen des WEISSEN RING, zu Besuch bei Landrat Josef Laumer.

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