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"Die Welt ein kleines bisschen besser machen"

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01.10.2018 Sitzung der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Landkreises

Der Tenor war klar: „Wenn wir die Welt ein kleines bisschen besser machen können, dann ist schon viel gewonnen“, meinte Klaus Achatz, Sachgebietsleiter Wirtschaft am Landratsamt nach der zweiten Sitzung der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Landkreises Straubing-Bogen.

Auf dem Weg zum Fairtrade-Landkreis konnte Klaus Achatz bei der Sitzung von vielen positiven Schritten in den vergangenen Monaten berichten. So ist die Steuerungsgruppe auf 14 Personen erweitert worden und nun komplett. Die neuen Mitglieder Michaela Sturm (Nardini-Realschule Mallersdorf), Brigitte Treiber (Pfarrei Loitzendorf) und Martina Kögl (Ökokiste Kößnach) stellten sich vor. Vera Biller und Sebastian Moder (beide aus dem Bereich Einzelhandel) waren bei der Sitzung verhindert.

Für die Bewerbung zum Fairtrade-Landkreis sind mittlerweile fast alle Voraussetzungen erfüllt. 29 Einzelhandelsgeschäfte im Landkreis machen mit und verkaufen mindestens zwei Fairtrade-Produkte. Zudem haben sich drei Schulen (Nardini-Realschule Mallersdorf, Marianne-Rosenbaum-Schule Mitterfels und die Grund- und Mittelschule Schwarzach) gefunden, dazu zwei Kirchen (Pfarrei Loitzendorf und Kath. Kirchenstiftung St. Martin in Konzell) und ein Verein (Kleiner Weltladen Mitterfels e.V.). In denen werden Fairtrade-Produkte verkauft bzw. angeboten und es finden Bildungsangebote zum Thema statt. Das einzige was nun noch fehlt sind elf Gastronomiebetriebe, die mindestens zwei Fairtrade-Produkte verwenden. „Hier läuft die Rückmeldung bisher äußerst schleppend“, sagt Klaus Achatz. „Viele meinen auch, sie müssten dann mitarbeiten oder hätten einen Aufwand. Dem ist aber nicht so: Es müssen lediglich zwei Produkte aus fairem Handel angeboten werden.“

Bis zur nächsten Sitzung der Steuerungsgruppe Ende November will man aber auch diese Voraussetzung erfüllen, denn dann soll der Antrag an Fairtrade Deutschland gestellt werden, um das Siegel als Fairtrade-Landkreis zu erhalten.

Wie viel Aufklärung im Landkreis bereits zur Thematik betrieben wird, wurde bei der Vorstellung der drei neuen, anwesenden Steuerungsgruppen-Mitglieder klar. Die Nardini-Realschule ist seit 2015 Fairtrade-Schule. „Wir fahren auch jedes Jahr zum Fairtrade-Treffen nach Augsburg, um uns noch weiter zu vernetzen“, erläuterte Michaela Sturm. In der Pfarrei Loitzendorf werden vom Frauenbund bei verschiedensten Anlässen Fairtrade-Produkte verkauft. „Zudem gibt es bei den monatlich stattfindenden Seniorennachmittagen Fairtrade-Artikel im Ausschank“, so Brigitte Treiber. Martina Kögl machte deutlich, dass in der Ökokiste Kößnach sämtliche Produkte aus Übersee fair gehandelt sind.

„Wenn wir jetzt auch noch die großen Lebensmitteldiscounter davon überzeugen könnten, dass sie zum Beispiel nur noch Fairtrade-Bananen verkaufen, dann hätten wir wirklich einiges geschafft. Denn gerade die Großen brauchen wir“, resümierte Steuerungsgruppen-Mitglied Anita Karl.

Foto: Die neuen Mitglieder der lokalen Steuerungsgruppe, Michaela Sturm, Brigitte Treiber und Martina Kögl (von links).

Kategorien: Landratsamt, Wirtschaft, Social Media