Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Aufbruchstimmung beim Landschaftspflegeverband

07.07.2017 Zufriedene Gesichter, neue Projekte und ein positiver Haushalt

Zufriedene Gesichter, neue Projekte, ein positiver Haushalt – der Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen e. V. blickte bei seiner Jahreshauptversammlung im Landratsamt Straubing-Bogen mit viel Zuversicht nach vorne.

„Die beiden neuen Geschäftsführer Julia Wänninger und Ralf Naujokat arbeiten hervorragend und engagiert und haben den Landschaftspflegeverband auf den richtigen Weg geführt“, resümierte Landrat Josef Laumer, gleichzeitig auch 1. Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes Straubing-Bogen e.V. „Wir haben die Landschaftspflege stark umstrukturiert und das zahlt sich aus“, erläuterte Naujokat vor den Mitgliedern und der Vorstandschaft, die sich übrigens entsprechend der Drittelparität aus Vertretern von Landwirtschaft, Naturschutz und Landwirtschaft zusammensetzt.

Der LPV Straubing-Bogen e. V. bietet dem Landkreis, Kommunen, örtlichen Naturschutzverbänden, Landwirten und privaten Grundstückseigentümern Unterstützung zum Schutz und zur Erhaltung von Natur und Landschaft an. Durch Projektplanung und -umsetzung sowie die Akquise notwendiger Fördergelder sollen die regionalen Besonderheiten unserer Kulturlandschaft erhalten werden. Dazu soll ein flächendeckendes Netz natürlicher bzw. naturnaher Lebensräume aufgebaut und Impulse für eine nachhaltige umweltverträgliche Landnutzung gegeben werden. Die Fördergelder sind hierbei von großer Bedeutung, da ohne diese eine qualitativ hochwertige Pflege kaum möglich wäre. Doch darf dabei auch nicht der große Einsatz der Landwirte vergessen werden, mit denen der LPV zusammenarbeitet. Wichtig sei laut den Geschäftsführern auch, dass die Fördergelder, die für die Umsetzung der Landschaftspflege in den Landkreis geholt werden, auch den lokalen Landwirten ein verlässliches Zusatzeinkommen im Naturschutz verschaffen können.

Neben der klassischen Landschaftspflege hat die Projektvielfalt des Verbandes stark zugenommen. „Das PIK-Programm (Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen) läuft zum Beispiel sehr gut“, nennt Wänninger eine der Projekt-Tätigkeiten. Die Maßnahmen bei diesem Programm dienen als Ausgleich für Baumaßnahmen im Zuge des Hochwasserschutzes. Sie können freiwillig zum Schutz von Kiebitz, Rebhuhn und Feldlerche auf Ackerflächen umgesetzt werden. Weitere wichtige Projekte sind die Hecken- und Ökokontopflege, die vor allem den Mitgliedskommunen angeboten werden. In diesem Jahr wurde zudem ein neues Amphibien-Projekt angestoßen, dessen Inhalt es ist, bestehende Amphibienlebensräume im südlichen Landkreis zu verbessern. „Mit der Gemeinde Perkam kam es hierbei bereits zu kooperativen und produktiven Abstimmungen“, so Naujokat.

Da über die Jahre 2016 und 2017 viel zu berichten war, fiel der Ausblick auf die neuen Projektideen für 2018 während der Mitgliederversammlung etwas kürzer aus. Doch den Geschäftsführern mangelt es hier nicht an Ideen. Eine davon bezieht sich auf den gezielten Wiesenbrüterschutz von Kiebitzen und Brachvögeln. Die Chancen auf Genehmigung der benötigten Fördergeldern stehen gut. Nur die genaue Gebietskulisse muss noch festgelegt werden, bevor die ersten Gespräche mit den möglichen Projektgemeinden stattfinden, die die hübschen aber auch stark gefährdeten Wiesenbrüter beheimaten.

Die Aufbruchsstimmung bei Mitgliedern wie Geschäftsführung war im Landratsamt jedenfalls deutlich zu spüren und so sagen die beiden Geschäftsführer Ralf Naujokat und Julia Wänninger „Wir blicken sehr positiv und motiviert in die Zukunft und hoffen, dass wir die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Landwirten weiter ausbauen zu können.“

Foto: Vorstandschaft und Mitglieder des Landschaftspflegeverbandes mit Landrat Josef Laumer (sitzend, 3. von rechts), Geschäftsführer Ralf Naujokat (sitzend, 2. von rechts), Geschäftsführerin Julia Wänninger (sitzend, ganz rechts).

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