Ansicht des Landratsamtes mit Schriftzug und Treppe

Verleihung der Josef-Schlicht-Medaille 2015

16.12.2015 Am 24. November 1976 erließ der Landkreis Straubing-Bogen die Satzung über die Verleihung einer Josef-Schlicht-Medaille für herausragende Verdienste um den Landkreis Straubing-Bogen. Voraussetzung für diese Auszeichnung ist, dass sich die auszuzeichnende Person oder Gruppe durch herausragende Leistungen um Heimat, Kultur und Brauchtum des Landkreises besonders verdient gemacht hat und dass die betreffende Person allgemeines Ansehen genießt. 2015 wurden die Kriterien für die Verleihung mit dem Zusatz „herausragende Leistungen um die Geschichte“ ergänzt. Seit zehn Jahren wurde die Medaille nicht mehr vergeben; Klaus Storm aus Mallersdorf-Pfaffenberg beendete 2005 den Reigen der Preisträger.

Die Entscheidung des Kreistages, heuer wieder eine Josef-Schlicht-Medaille zu vergeben, fiel einstimmig zugunsten von Hans Agsteiner aus Steinach und Helmut Erwert aus Bogen, die Aushändigung der Medaillen erfolgte am 14. Dezember in der Kreistagssitzung. „Es freut mich außerordentlich, heute an zwei verdiente Persönlichkeiten aus dem Landkreis die Josef-Schlicht-Medaille verleihen zu können“, so der Landrat. Die Medaille wurde wieder von der Sparkasse Niederbayern-Mitte gestiftet.

Hans Agsteiner ist seit etwa 40 Jahren als ehrenamtlicher Heimatforscher tätig und verfasste das Heimatbuch der Gemeinde Steinach. Aufgrund seiner fundierten geschichtlichen Kenntnisse entstammt das Wappen der Gemeinde Steinach sowie die Gemeindefahne aus seinem Vorschlag. Mit seinen unzähligen heimatgeschichtlichen Publikationen stellte er auch der Öffentlichkeit seine Forschungsergebnisse zur Verfügung. „Mittlerweile bräuchte er ein eigenes Archiv für seine umfangreiche Stoffsammlung“, so Bürgermeister Karl Mühlbauer in seiner Laudatio, der Hans Agsteiner für die Verleihung der Medaille auch vorgeschlagen hatte. „Mit Hans Agsteiner wird heute eine allseits geschätzte Persönlichkeit ausgezeichnet“.

Helmut Erwert hat als Geschichtsschreiber zur Zeitgeschichte der Region recherchiert und sich besonders mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, mit den letzten Kriegsmonaten und mit der Nachkriegszeit befasst. Seine dazu geschriebenen Veröffentlichungen sind so zeitlos aktuell, dass sie national und international zitiert und herausgegeben werden. „Sein persönliches Schicksal als Heimatvertriebener hat Helmut Erwert dazu gebracht, die Geschichte beider „Heimaten“, die erste und die zweite, für die Nachwelt aufzubereiten und damit der jüngeren Generation das Wissen und das eigene Herkommen zu bewahren“, betonte MdL Josef Zellmeier in seiner Laudatio, der Helmut Erwert ebenfalls als Preisträger vorgeschlagen hatte.

Mit den neuen Preisträgern sind es nun elf lebende Persönlichkeiten, die diese Ehrung erhalten haben. Es dürfen nämlich nur drei Medaillen jährlich verliehen werden, jedoch höchstens an insgesamt 20 lebende Personen. Über die Auszeichnung entscheidet der Kreistag in nichtöffentlicher Sitzung mit einer Mehrheit von zwei Drittel der anwesenden Kreisräte. Von 1977 – 2015 erhielten insgesamt 22 Damen und Herren die Josef-Schlicht-Medaille.
Der Leiter der Kreismusikschule, Andreas Friedländer, umrahmte zusammen mit der Schülerin Stefanie Bartl die feierliche Veranstaltung mit einem Klarinettenduo.

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